Am Samstag, 17. Januar 2026 fand in der reformierten Kirche Lyss ein eindrucksvolles Konzert in Zusammenarbeit mit der Musikschule Biel statt. Unter dem Titel „Schicksale, Rhythmen & Legenden“ präsentierten junge Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm, das das Publikum restlos begeisterte.
Den Auftakt machten Mathis Hoffmann und Maëlle Vogel (Kontrabass), die sowohl solistisch als auch gemeinsam mit einer ausdrucksstarken Interpretation von Passione Amorosa von Giovanni Bottesini überzeugten – einem virtuosen Duett voller Emotion und technischer Raffinesse.
Das Gitarrenquartett der Musikschule Lyss unter der Leitung von Evgeniya Flükiger begeisterte anschliessend mit dem lyrischen Couleur Milonga sowie einem feurigen spanischen Tanz La vida breve.
Ein weiterer Höhepunkt war die Sonate Pathétique von Ludwig van Beethoven, vorgetragen von den Querflöten‑Solistinnen Luana Hubler und Siri Fankhauser. Begleitet vom Gitarrenquartett verzauberten sie das Publikum mit einem feinfühligen und differenzierten Zusammenspiel. Das Querflötentrio unter der Leitung von Marie-Laure Schluep, begleitet vom Gitarrenquartett, führte den farbenreichen musikalischen Bogen stimmungsvoll weiter und spielte den bekannten und energiegeladenen Libertango von Astor Piazzolla – ein virtuoser und mitreissendermitreissenden Akzent, der beim Publikum deutlich Eindruck hinterliess und den Konzertmoment nachhaltig prägte. Alle Schülerinnen und Schüler der Musikschule Lyss glänzten mit musikalischer Reife, Spielfreude und souveräner Bühnenpräsenz und erhielten dafür grossen Applaus.
Im zweiten Konzertteil präsentierte sich das Jugend Sinfonieorchester Biel (JSOB) unter der Leitung von Lionel Zürcher mit einem spannenden und farbenreichen Programm. Mit dem Konzert für Vibraphon und Orchester von Ney Rosauro zeigte das Orchester ein Werk, das besonders durch seine vielfältigen Percussionklänge faszinierte. Anschliessend folgten Auszüge aus „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew (Morgentanz, Montagues und Capulets, Julias Tod). Diese bekannten Stücke beeindruckten durch ihre dramatische, kraftvolle und emotionale Wirkung sowie durch ihre markanten Rhythmen. Einen weiteren Höhepunkt bildete das „Legend of Zelda Medley“ von Kōji Kondō – eine mitreissende Reise in die Welt der Videospielmusik, die besonders beim jüngeren Publikum sehr gut ankam. Nach langanhaltendem Applaus spielte das Orchester als Zugabe den Walzer aus der Suite „Maskerade“ von Aram Chatschaturjan – ein eleganter und prachtvoller Abschluss des Konzerts.
Mit diesem gelungenen Abend zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll, wie viel Freude, Engagement und musikalisches Können an den beiden Musikschulen gelebt wird.



